Gegen Abbau von Frauen- und Arbeitnehmer*innenrechten und antifeministische Hetze – Aktiv für eine solidarische Gesellschaft und demokratische Arbeitswelt!

AUFRUF zum Internationalen Frauentag 2026

03.03.2026 | Liebe Kolleginnen, wir alle erleben es jeden Tag: Polarisierung, Hass, Rassismus und frauenfeindliche Hetze auf der Straße, am Arbeitsplatz und im Netz. Auch in den Betrieben wird der Ton rauer, Beschäftigte werden gegeneinander ausgespielt. Angriffe auf mühsam erkämpfte Arbeitnehmer*innenrechte wie den 8-Stunden-Tag oder Sozialleistungen wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Rente oder Bürgergeld nehmen zu. Mühsam erkämpfte Fortschritte in der Gleichstellung der Geschlechter geraten unter massiven Beschuss durch Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, Recht auf Teilzeit oder Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen. Wir richten den Fokus auf das, was Beschäftigung und Zusammenhalt tatsächlich stärkt:

Es ist höchste Zeit, aktiv zu werden für

  • sichere Arbeitsplätze und faire Arbeitsbedingungen,
  • echte Lohngerechtigkeit und gleiche Chancen für Frauen,
  • Erhalt des 8-Stunden-Tages, des Rechts auf Teilzeit und des gesetzlichen Renteneintrittsalters
  • gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Menschen mit Sorgeverantwortung,
  • ein Arbeitsumfeld frei von Sexismus, Diskriminierung und Hass,
  • Schutz und Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung und der Tarifautonomie

Als Gewerkschafter*innen stehen wir für eine offene Gesellschaft und eine demokratische Arbeitswelt. Mitbestimmung im Betrieb heißt: Haltung zeigen – gegen antifeministische und menschenfeindliche Ideologien, die Gleichstellung und Solidarität gefährden. Gemeinsam streiten wir als Gewerkschafter*innen für eine solidarische Arbeitswelt, in der Respekt gelebte Praxis ist und Rückschritt keine Chance hat. Dies gelingt besser, wo Betriebsrät*innen mitbestimmen und Tarifverträge gelten. Am Internationalen Frauentag 2026 rufen wir auf zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen 2026: Wer die Arbeitswelt weiblicher, vielfältiger, gerechter und demokratischer machen will, geht wählen.

Wir sind überzeugt: Was wir nicht gemeinsam verteidigen, werden wir verlieren. Was wir nicht gemeinsam einfordern, werden wir nicht bekommen.

Dein IG Metall Frauenausschuss

Von: lb

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